Biofeedback gilt als eine der wirksamsten nicht-medikamentösen Kopfschmerzbehandlungen.
Das Biofeedbacktraining wird sogar von der Deutschen Kopfschmerz- und Migräne- Gesellschaft als Therapie erster Wahl empfohlen.
Biofeedback bei Spannungskopfschmerzen Beim Spannungskopfschmerz wird in erster Linie mit muskulärem Biofeedback gearbeitet. Das heißt die Spannung der vom Kopfschmerz besonders betroffenen Muskulatur (meist Schulter oder Stirnbereich) wird mit einem Sensor gemessen.
Sie können Ihre Muskelspannung auf dem Bildschirm sehen und lernen durch ein spezielles Training die Schmerzen zu reduzieren und den Körper zu entspannen.
Biofeedback bei Migräne Bei Migräne wird die Durchblutung der Schläfenarterie mit einem speziellen Sensor gemessen und am Bildschirm dargestellt, da es bei einem Migräneanfall zu einer Erweiterung der Blutgefäße im Kopfbereich kommt.
Sie lernen die Durchblutung der Schläfenarterie bewusst so zu steuern (Vasokonstruktion), dass Sie im Falle einer sich ankündigenden Migräneattacke schon in der Lage sind gezielt vorzubeugen bzw. den Anfall abzuschwächen.
Eine andere Trainingsmöglichkeit ist das Temperatur-Biofeedback (Handerwärmungstraining). Dabei wird die Fingertemperatur gemessen und am Bildschirm dargestellt. Während beim Vasokonstruktionstraining die Durchblutung der Schläfenarterie verengt werden soll, geht es hier um die gezielte Steigerung der Körpertemperatur und der damit verbundenen peripheren Durchblutung.
Durch die Umverteilung der Durchblutung in andere Körperregionen und die damit verbundene körperliche Entspannung, kann die Häufigkeit der Migräneanfälle deutlich reduziert werden.