Integrative Medizin ist ein relativ neuer Begriff, der wissenschaftlich fundierte Verfahren aus der Naturheilkunde und fernöstlichen Medizin im Spannungsfeld der modernen Schulmedizin beschreibt.
Die Idee der Integrativen Medizin beinhaltet drei wesentliche Punkte:
Individuelle Lösungen für individuelle MenschenWir leben heute in einer Zeit großer Studien und vieler statistischer Erkenntnisse. Der medizinische Wissensstand ist dementsprechend hoch. Diese Erkenntnisse können allerdings nicht 1 zu 1 auf den einzelnen Menschen übertragen werden.
Krankheiten sind ein dynamischer Prozess, der alle Ebenen des Menschen (Bio-Psycho-Soziales Modell) und seine individuelle Umwelt berührt. Genau so ist die Heilung ein dynamischer Prozess, der sich immer individuell entwickelt und entsprechend betreut werden muss.
Sinnvolles kombinieren verschiedener medizinischer Methoden
Es gibt heute eine Vielzahl medizinischer und therapeutischer Verfahren – aus der Schul- wie aus der Komplementärmedizin. Integrative Medizin versucht ganz pragmatisch die für den jeweiligen Patienten vorteilhaftesten Methoden auszuwählen und sinnvoll zu kombinieren. Dadurch soll nicht nur ein besserer Effekt erzielt werden, sondern durch die Therapie auf mehreren Ebenen auch die Nachhaltigkeit der Behandlung gesteigert werden.
Integrierte Betreuung durch Ärzte und TherapeutenHäufig sieht man, dass bei chronischen Beschwerden „eines nach dem anderen“ probiert wird - oft alles gute Ansätze. Die Wirkung wird jedoch um ein vielfaches gesteigert, wenn die einzelnen Behandlungen konzertiert, das heißt wie in einem Orchester, aufeinander abgestimmt werden.
Integrative Medizin verbindet also verschiedene Methoden und Denkweisen der Schul- und Komplementärmedizin, um Ihre Gesundung auf allen Ebenen zu fördern. Durch diese Vernetzung besteht oft eine weitaus größere Chance auf einen anhaltenden und nachhaltigen Therapieerfolg.